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Unsere Schule Schulpolitik

Am 02.2010 wurde im MDR über unsere Schule berichtet.

 

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Filmmitschnitt:Frau Taubert, 

Veröffentlichung auf unserer Homepage mit freundlicher Genehmigung des MDR

 

HNA am 04.10.2010

Bildergalerie der HNA

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Es wird wieder gelost

Wartburgregion. (ep) Heute (4. März) um 13 Uhr ist es leider wieder soweit. Am Gerstunger Gymnasium werden 31 jetzige Viertklässler mit ihren Eltern darum bangen, einen der noch 17 freien Plätze in den drei kommenden fünften Klassen am Gerstunger Gymnasium zu ergattern. Das Los entscheidet. Natürlich freut sich Schulleiter Gerald Taubert über den großen Zuspruch, den das Gymnasium erfährt. Aber genauso natürlich "tut mit das Losverfahren für die Kinder und ihre Eltern weh. Die haben sich ja ganz bewusst für unsere Schule entschieden. Da bedeutet dieses Verfahren einen gehörigen Einschnitt in die Lebensplanung der jungen Menschen".

104 Anmeldungen liegen für die 90 Plätze vor. Die 67 Thüringer Kinder sind gesetzt, dazu kommen sechs hessische Kinder, von denen bereits Geschwister am Gymnasium unterrichtet werden - auch die sind gesetzt. die übrigen 31 Namen von hessischen Kindern kommen in den Lostopf für die 17 noch zu vergebenden Plätze an der Schulbank.

Kein neuer Antrag

Einen neuerlichen Antrag beim Kreis, doch eine vierte fünfte Klasse zuzulassen, will Taubert aber nicht stellen. "Die Dreizügigkeit an unserem Gymnasium ist der politische Wille, den wollen und werden wir akzeptieren". An der Schule habe man sich darauf mittlerweile eingestellt, ein neuer Antrag würde nur zu neuerlicher Unruhe führen. "Und alle Eltern und Kinder haben es gewusst", so Taubert. Das Los verfahren hält Taubert für den einzig rechtlich sicheren gangbaren Weg, "auch wenn es weh tut".

Bauzustand

Weh getan haben auch Günter Strassburg die vergangenen Tage. Der Schulleiter am Ernst-Abbe-Gymnasium kann nur 47 Anmeldungen für dann zwei neue fünfte Klassen vermelden. "Der überaus schlechte Bauzustand der Schulgebäude ist ein wichtiger Grund dafür", findet er. Viele Eltern würden sich einfach sagen, "in diese Hütten schicke ich mein Kind nicht". Da stehe sogar das Schulkonzept und die gute Atmosphäre hintenan. Und daher will man am Abbe-Gymnasium auch in den 5. und 6. Klassen am Konzept des verstärkten Nachmittags-Unterrichts festhalten. Auch dagegen gibt es, weiß Strassburg, Vorbehalte bei manchen Eltern, doch im Abbe-Kollegium ist man sich einig, dass der Weg, die Kinder am Vormittag zu entlasten und dafür zwei Nachmittagsstunden zu gestalten, der pädagogisch richtige Weg ist. Was die Zukunft angeht, so Strassburg, werde man sehen müssen, was die neue "Gemeinschaftsschule" bringen werde. "Da wird die Luft wohl für alle Gymnasien noch dünner". Einen erfreulichen Aspekt hatte die Anmeldewoche aber auch am Abbe-Gymnasium. Dort werden zum neuen Schuljahr gleich zehn neue Schüler für die zehnten Klassen erwartet. Das heißt auch, dass eine dritte 10. Klasse aufgemacht werden wird.

Absagen

Am Martin-Luther-Gymnasium sind die Würfel bereits gefallen. Am Freitag gehen die Briefe auf die Reise, in denen die Eltern unterrichtet werden, ob ihr Kind einen Platz in den fünften Klassen am MLG bekommt oder nicht. Auch dort haben sich wie in Gerstungen mehr Kinder angemeldet als die Schule aufnehmen kann. "52 Kinder - aber mehr geht einfach nicht. Wir sind hier in denkmalgeschützten Bereichen und stoßen eben an Grenzen", weiß Schulleiter Thomas Giesa. Nach welchen Kriterien der Schulverwaltungsausschuss die Plätze nun vergeben hat, bleibt geheim. "Das hat nicht mit mangelnder Transparenz zu tun, sondern dient dem Schutz der Kinder und Eltern. Die haben es doch eh schon schwer genug", findet Giesa.

"Wir sind hoch erfreut und ich danke dem Kollegium für die tolle Arbeit", ist Roswitha Becker vom Ansturm der Kinder auf das Elisabeth-Gymnasium schon ein wenig überrascht worden. 104 Anmeldungen für das neue Schuljahr bedeuten gleich vier 5. Klassen, "und zwar schöne Klassen, also nicht ganz so groß". Räumlich ist es kein Problem, vier neue Klassen unterzubringen. Aus Gesprächen mit Eltern weiß Becker, dass vor allem die Profilierung der Schule gerade auch im musisch-künstlerischen Bereich ein Grund für viele Eltern gewesen ist, das Elisabeth-Gymnasium zu wählen, "aber auch, dass das Miteinander an dieser Schule stimmt".

Zufriedenheit

Keine Euphorie, aber Zufriedenheit - so ist die Stimmung am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Ruhla. Schulleiter Klaus Rindschwentner legte mit seine Prognose "so um die 70" nahezu eine Punktlandung hin. 66 Anmeldungen für die dann drei neuen fünften Klassen liegen vor, eine für die 6. Klasse und eine für die 10. Klasse. Der Einzugsbereich ist weiterhin das Erbstromtal, aber auch die Bereiche Winterstein, Bad Liebenstein, Brotterode, Trusetal und Schweina.

03.03.2010   Von Peter Rossbach
 

TA:  04.02.2010

Eisenach: Ansturm aufs Elisabeth-Gymnasium, Abbe schwächelt

Eltern und Kinder bevorzugen in Eisenach in diesem Jahr vor allem das Elisabeth-Gymnasium. 104 Schüler haben sich dort für die 5. Klasse angemeldet. Aber auch die zwei regionalen Häuser in Gerstungen und Ruhla können zufrieden sein. Wermutstropfen: In Gerstungen muss wieder gelost werden.

EISENACH. Mit einigen Überraschungen ist die Anmeldewoche an den fünf Gymnasien der Wartburgregion zu Ende gegangen. Krassester Unterschied: Während sich am Elisabeth-Gymnasium in Eisenach 104 Kinder für das kommende Schuljahr anmeldeten, waren es am traditionsreichen, jedoch mittlerweile nicht mehr so beliebten Ernst-Abbe-Gymnasium nur magere 47. Im "Eli" können also vier fünfte Klassen gebildet werden.

"Ich war überrascht", bekannte Schulleiterin Roswitha Becker, die mit drei Klassen gerechnet hatte. Aber auch für vier sei Platz im Schulgebäude in der Nebestraße. "Das funktioniert", ist sich Becker sicher. Und weiter: "Ich habe meinen Kollegen ein großes Dankeschön für die gute Arbeit gesagt." Haupteinzugsgebiet des Elisabeth-Gymnasiums ist der Nordkreis mit Mihla, Nazza, Creuzburg und Treffurt. Anmeldungen liegen jedoch auch aus Berka/Werra vor.

Denn das Philipp-Melanchthon-Gymnasium ist zwar näher, aber auf eine Dreizügigkeit begrenzt. Dort muss wieder per Los entschieden werden. 104 Anmeldungen zählte die Schulleitung, darunter sind 67 Kinder aus Thüringen. Der Rest kommt wie immer aus Hessen. Doch 90 Mädchen und Jungen dürfen in Gerstungen nur lernen, weil die Schule nach einem Kreistagsbeschluss vor wenigen Jahren dazu verdammt ist, lediglich drei fünfte Klassen haben zu dürfen. Voraussichtlich schon morgen soll der Losentscheid stattfinden.

Wesentlich mehr Anmeldungen liegen auch für die 52 Plätze am evangelischen Luther-Gymnasium vor. "Ich freue mich sehr darüber, ist das doch eine Anerkennung unserer Arbeit", so Schulleiter Thomas Giesa. Auf der anderen Seite müssen Absagen verschickt werden. Gestern Abend tagte die Kommission, die entscheidet, wer einen der begehrten Plätze in den zwei fünften Klassen erhält. Trotz der großen Nachfrage bleibt es bei einer Zweizügigkeit, weil es für drei Klassen in dem historischen Gebäudeensemble einfach zu eng wird. Wer eine Ablehnung erhält, kann sich noch bei einem anderen Gymnasium anmelden. Davon profitiert im Nachhinein vielleicht noch das Ernst-Abbe-Gymnasium.

Doch umgelenkte Schüler sind kein Erfolg für so eine Schule. Das weiß auch Schulleiter Günter Straßburg: "Wir wollen, dass die Schüler gern zu uns kommen und nicht aus Zwang." Voriges Jahr waren es noch 67 Anmeldungen. Ein wichtiger Grund ist laut Straßburg die seit Jahren katastrophale Bausubstanz der Abbe-Schulhäuser. "Wir haben extrem alte und schlechte Häuser." Und er vermutet, dass die Profilierung als Ganztagsschule von den Eltern nicht angenommen wird. "Das müssen wir genauer analysieren", sagte der Schulleiter gestern, verteidigte jedoch energisch den nachmittäglichen wie rhythmisierenden Unterricht. "Ich bin überzeugt, dass dieser gut ist für unsere Schüler. Das sagen auch Eltern, deren Kinder bei uns lernen", so Straßburg.

70 Anmeldungen hatte Schulleiter Klaus Rindschwentner als Ziel am Albert-Schweitzer-Gymnasium Ruhla formuliert. 66 sind es. Damit ist man zufrieden. "Wir gehen von drei kleinen Klassen aus", hieß es. Angemeldet haben sich Schüler aus dem Erbstromtal, aber auch aus Bad Liebenstein, Brotterode, Trusetal. Und das, obwohl der Landrat aus dem Nachbarkreis untersagt hatte, dass das Gymnasium beim Elternabend in der Grundschule Brotterode werben darf.

In der Freien Waldorfschule wird von der ersten Klasse an bis zur Abiturstufe unterrichtet. Dennoch gibt es Quereinsteiger und zwar verstärkt in der 5. Klasse. Nach dem Tag der offenen Tür lagen zwölf Anmeldungen vor.

Von Birgit SCHELLBACH und Katja SCHMIDBERGER

 
Leider ist das Video nicht mehr in der Mediathek des MDRmdr_melanchthon.jpg
 
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